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Tee statt Wein: Neuer Trend in der Spitzengastronomie |
 Hamburg, August 2007. Darjeeling statt Bordeaux, Assam statt Rioja -
Immer häufiger wird in der Top-Gastronomie aromatischer Tee als Begleitgetränk serviert. Nach New York, Paris und Moskau erobert dieser neue Trend jetzt auch Deutschland. Pioniere des gehobenen Tee-Genusses sind Deutschlands Spitzenköche. „Tee ist groß im Kommen“, meint Sternekoch Wilfried Serr. In seinem Restaurant „Zum Alde Gott“ in Baden-Baden empfiehlt er seinen Gästen immer häufiger, den kulinarischen Genuß mit einer Tasse Tee zu begleiten. Im Restaurant des feinen Hotel Louis C. Jacob an der Elbchaussee wird ebenfalls jeder Gang des „Menu léger“ durch eine eigens ausgewählte Tee-Varietät begleitet. Die Auswahl des perfekten „Begleiters“ trifft die stellvertretende Chef-Sommelière Dagmar Willich in Abstimmung mit einem Tee-Experten. Die Weinkennerin ist sich sicher: „Tee ist mindestens so spannend wie Wein.“ Auch Trendkoch Gerald Zogbaum arbeitet in seiner „Küchenwerkstatt“ erfolgreich mit verschiedenen Teesorten, teils als Geschmacksnote für ein Gericht, zu dem er dann auch Tee als Getränk reicht.
„Ein Grüner Tee oder Darjeeling“, so Wilfried Serr, „passt zu vielen Hauptgängen - nicht nur, weil er sehr bekömmlich ist. Tee ist neutraler als Wein. Der falsche Wein kann ein Gericht stören, ein leichter Tee passt dagegen immer“. Der Trend zeigt sich auch darin, dass in der Gastronomie das Angebot zur Weiterbildung als Tee-Sommelier verstärkt genutzt wird, um aus der großen Sortenvielfalt des Tees souverän den perfekten Begleiter für jede Speise zu wählen. Die Entdeckung des Tees durch die Spitzengastronomie ist für Dr. Monika Beutgen, Geschäftsführerin des Deutschen Teeverbandes, keine Überraschung: „In asiatischen Ländern ist Tee zum Essen seit Jahrtausenden etabliert. Zudem sprechen neben der großen Geschmacksvielfalt zwei weitere Argumente für das Heißgetränk: Tee ist ein optimales Fitness -und Wellness-Getränk - und steht als alkoholfreie Alternative auch bei Autofahrern hoch im Kurs.“ Quelle und weitere Informationen unter www.teeverband.de. |